(von Thomas Münger)
Es war wieder mal soweit, ein Event stand auf dem Programm, ein gemütlicher Ausflug ins schmucke Emmental an die Burehofolympiade. Es war ein feucht fröhlicher, in einen Nebelschleier gehüllter Samstag Morgen, an dem man nie auf die Idee gekommen wäre den Fuss vor die Haustüre zu setzen. Aber nicht bei uns, den Chiubigiglen. Wir trafen uns schon in der Früh in der Bahnhofhalle in Bern. Natürlich hatte jeder Trinkfreudige bei seiner Ankunft die Möglichkeit mit einem lauwarmen Bier noch die in der Gurgel übriggebliebenen Brosamen des Frühstück-Gipfelis runter zu spülen.
Na gut, wollen wir uns nicht in den Einzelheiten verlieren, sondern starten wir jetzt unsere Reise ins Emmental. Gerade ins Zugabteil eingestiegen, wurde das nächschte Gäschu in die Wüste geschickt, was für ein Tagesanfang...! Wir rollten gemütlich unserem Ziel entgegen, einem abgelegenen Bahnhof inmitten des malerischen Emmentals. Dort führte uns der Weg zu einem schmucken Bauernhof, wo uns der Chef persönlich empfing.
Nach dem üblichen small-talk, wo wir uns Chiubigigle im nüchternen Zustand natürlich (noch) von der charmantesten Seite zeigten, wurden uns die Spielregeln erklärt. Diese hatte dann wohl jeder begriffen, aber mit den Gedanken war mancher schon beim nächsten Bier...aber jetzt zuerst noch zu den Disziplinen:
1. Disziplin:
Mit einem Zweigelenk-Traktor (so einer, der in der Mitte eben beweglich
ist) inkl. hydraulischer Frontpartie zum Anheben und Senken (voll krass
eh) mussten wir einen Parcours bewältigen. Es war noch voll schwierig, da
man mit allen Händen und Füssen an Hebeln und Pedalen herumhantieren
musste.
2. Disziplin:
Mit einer Luftpistole Ballone abschiessen. Im Gemüsegarten war wohl
danach soviel Munition vergraben, dass die Bäuerin wohl anstatt Gemüse
eine ganze Armee aus Zinnsoldaten erstellen konnte, da ein paar Jungs nach
der offiziellen Übung die ganze Munition verballert haben.
3. Disziplin
Hufeisenschiessen. Da gibt es glaub nicht soviel zu sagen, das kennen wir
schon von früher. Zum Glück kam die Bäuerin mit der erlösenden
Nachricht, dass es im Kühlschrank Bier gibt...Irgendwie gingen wir dann
Bier schütten. Nach ein paar Bier und Kaffee Lutz ging es dann weiter.
4. Disziplin
Mit einem Tennisball in eine spezielle Konstruktion mit einem Loch
treffen. Wenn man das Loch irgendwie traf, schnellte ein Mohrenkopf nach
vorne, den man zusammen mit einem Bier runterzuschlingen versuchte.
5. Disziplin
Kuhfladenlotto: Das heisst, jeder musste auf einem Stück Weide, das in
Abteile eingeteilt war, ein Abteil auswählen. Dann wurden die Kühe auf
diese Weide getrieben. Nun ging es darum zu warten, um die erste Kuh zu
zelebrieren, die auf irgendein Feld kackt. Aber eben, wir warteten und
warteten und warteten... aber es wollte einfach keine ein Häufchen
machen. Jegliche Zurufe und Motivationsversuche nützten nichts. Tja, das
gab eine Nullnummer, aber wir hatten eine "Scheissfreude"!
6. Disziplin
In den Estrich des Stöcklis gehen, und sich einen Lutz mit ein wenig
Kaffe gönnen. Beim Anblick von solch vielen jungen Männern konnte es
sich die Bäuerin nicht verkneifen, die Frage "hat jemand
Hunger...??" in die Runde zu werfen.
Diese Frage wurde natürlich mit einem einstimmigen "Ja hie"
abgesegnet. Nun tischt uns doch die Bäuerin Leckereien, wie Käseplatte,
Salami und Züpfe auf. Und die hausgemachte Züpfe war vom Feinsten...!!
So ging es dann weiter mit ein weiteren Lutzes und Biers. Es muss inzwischen schon 15 Uhr oder mehr geschlagen haben, aber das spielte keine Rolle mehr, Hauptsache ein voller Bauch und einen gäbigen Hiller im Hirn. Wir waren also parat für weitere Taten. Nach einigen Partien "fang den Ball, Hund", (der war im Fall saugut, erwischte fast jeden Ball), traten wir die Rückreise an.
Am Bahnof war dann noch die Siegerehrung. Die Sieger waren: (Sorry, keine Ahnung mehr...)
Im Zügli kam man auf die glänzende Idee: Kommt, wir steigen doch aus und gehen noch eins schütten. So taten wir es auch und landeten nach langwieriger Suche vor dem Bahnofbeizli (also dort wo wir eigentlich aus dem Zug ausgestiegen sind...). Dort schütteten wir noch ein paar, wobei es solche gab die ein COLA (könnt ihr euch das vorstellen, ein COLA) bestellten. Nach längeren Diskussionen betreffend "in Sachen Ehre" war das Thema "uuuhuere Brämsene" auch vom Tisch.
Irgendwie wurde es frisch draussen, also beschlossen wir, eine gemütliche Beiz aufzusuchen. Das war auch in Konolfingen im Gasthof Löwen. Jeder bestellte sein Mahl und jeder konnte sich danach kaum mehr bewegen!! Also ein Schnitzel-Pommes war nicht ein Schnitzel, sondern eins hoch drei!!! Wer noch nicht dort war, muss unbedingt dorthin und ein Menu bestellen...
Nach dem Nachtessen beschlossen wir uns doch noch aufzuraffen und uns auf den Weg nach Bern zu machen. In Ostermundigen empfingen wir noch Brünu mit einem massiven Geschrei. Stellt euch vor: etwa 15 Chiubigigle mit einem rechten Hammer in der Birne, schreien wie die irren aus dem Zugsanhänger...
In Bern angelangt, ging ein Teil von uns noch ins Bierhübeli. Dort trennten sich dann die Wege, da dort ein Teil in der Beiz blieb. Der andere Teil ging noch rein eins abrocken, so gut es noch ging. Da die Party nicht mehr so einschlug, war dann zuletzt noch "the Club" angesagt. Dort wurde noch die letzen Energien der übrig gebliebenen Chiubigigles freigesetzt. Es wurde nochmals abgedanced...bis in die Puppen...
The End
Tom