(von Dänu Streit)
Manch einem ist's vom Silvester her offensichtlich noch immer "trümlig" und steht somit noch nicht so stabil im neuen Jahr. Dennoch vermag das Gros mehr oder weniger pünktlich im Rest. Beaulieu in der Länggasse zu Bern einzulaufen. Jene, die es wagen zu fehlen, haben mehr oder weniger plausible Erklärungen dafür, die wir gerade noch durchgehen lassen...
Nach den üblichen Sprüchen und Foppereien, und gestärkt von den ersten Hellen, nimmt der Vorstand den offiziellen Teil gemäss Traktandenliste in Angriff. Besonders der Teil Finanzen hat eindrücklich aufgezeigt, dass man Prokifolien auf drei falsche und eine richtige Seite auflegen kann. Inhaltlich gibt's aber nichts zu rüsseln, damit das auch klar ist. Wir verfügen über gesunde Ressourcen.
Punkto Personellem werden die bisherigen Chargen unter gebührender Verdankung in ihren Ämtern bestätigt.
Anlass zur Diskussion gibt die unterschiedliche Auffassung betreffend Auftritt in der Öffentlichkeit: Gemäss Statuten werden bekanntlich keine neuen Mitglieder aufgenommen. Es wird jedoch darauf aufmerksam gemacht, dass ein Link auf der Homepage diesem Grundsatz widerspricht. Ebenfalls wird erwähnt, dass ein Fasnachtsstand gegen diese Regel verstossen könnte. Auch die Idee mit Gönnern entspreche diesem Grundsatz nicht wirklich. Wie auch immer, es muss das Ziel unseres Vereins bleiben, dass wir regelmässig zusammen kommen, um zu festen und zu feiern! Und dies im Rahmen der heutigen Anzahl Mitgiglen, ...äh Mitgliedern.
Damit wir auch genügend Gründe zum Festen haben, haben wir uns in einer fairen Abstimmung wiederum für drei Anlässe entschieden, welchen wir im Plenum beiwohnen werden. Schade ist aus Sicht des Autors einfach, dass es das Gummiböötle wieder nicht geschafft hat ... (heul). Dafür dürfen wir uns auf einen kulturellen Anlass freuen, der noch nicht näher definiert ist und somit genügend Spielraum für jegliche Spekulationen offen lässt. Und unabhängig von dieser Auswahl steht ja im Frühling bereits der Eishockeymatch auf dem Programm!
Zum Kulinarischen: Das an entferntes Donnergrollen mahnende Geräusch entpuppt sich an immer zahlreicher auftretendes Magenknurren. Rechtzeitig nach Sitzungsende werden deshalb laufend Fleischplatten, Essiggemüse, Reis und Pommes für Fondue Chinoise aufgetischt. Was zu Beginn stark an eine Raubtierfütterung erinnert, nimmt mit fortschreitender Zeit eher wieder gesittete Ausmasse an, so dass am Schluss auch wirklich alle genug zu (fr)essen haben. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Merci in die Küche. Um die Verdauung anzuregen, gibt's gebrannte Birne, welche mit Espresso gepanscht den letzten Katarrh in Flammen aufgehen lässt...
Übrigens, das Jahresmotto wurde heuer in einer spannenden Abstimmung (...!) mit dem absoluten Mehr wie folgt festgelegt:
Je viel desto görps!
Wahrlich geistreich und vielsagend, aber es hat einfach nichts besseres...
Ebenfalls erwähnenswert ist die Überreichung des gerahmten VBCG-Badges, welcher versehen mit den handschriftlichen Vornamen, an das Rest. Beaulieu überreicht wird in der Hoffnung, wieder herkommen zu dürfen. Dies soll einerseits offiziell unsere Dankbarkeit zeigen, andererseits inoffiziell für die Unordnung entschuldigen, die wir jeweils dort anrichten. Auch dieses Jahr kommen nämlich die lokalen Bierdeckel wieder auf ihr Kontingent an Flugstunden. Im Einklang mit Zuckerwürfeln und Kaffeerähmli gelingt es diesen tief fliegenden Objekten den aufrechten Gang derart einzudämmen, dass nur noch die zeitweise um 90° schräg gestellten Tische als Deckung eine relativ schmerzfreie Fortbewegung ermöglichen. Nachdem die Unordnung einigermassen behoben und die ausstehende Zeche von allen bezahlt ist, begibt sich jeder BCG nach draussen, teils um ein paar Häuser weiter zu ziehen, teils um noch Revanche für die Bierdeckel zu nehmen. Deshalb vermag sich die mittlerweile senkrecht gefallene weisse Pracht stellenweise nicht richtig zu setzen und fetzt - zu Kugeln gepresst - in gebogener Flugbahn - von Auto zu Auto und umgekehrt.
Auf dem Weg Richtung Innenstadt teilen sich die BCG in mehrere Gruppen: Die einen lassen sich vom Türsteher befummeln und bezahlen Eintritt im National, um weiter zu bechern, andere bezahlen keinen, um im Pickwick unangetastet dasselbe zu tun. Die Wege des einen oder anderen kreuzen sich zwar im Verlauf der Nacht noch einmal, aber gemeinsam ist wohl nur noch, dass am Sonntag keiner das Bett fit verlassen hat - wenn überhaupt...
Gueti Sach gsi, Giele, äs het gfägt!