(von Stefan Michlig)
Wieder einmal war es soweit: Die BCG wollten etwas erleben.
Wir trafen uns früh abends bei guter Laune in Ostermundigen. Ein Hallo hier, ein Hallo dort und schon ging es los. Als unser Organisator Säne die Gruppenzuteilung bekanntgab, waren die ersten Fights schon voraussehbar.
Unser deutscher Barman, der von nun an das Zepter übernahm, gab den ersten durstigen Mäulern eine Dose Bier - ob das wohl gut kam? Er erklärte uns lang und breit, dass seine Regeln
Regel 1: don't crash a cart
Regel 2: don't get out of the cart when the race is running
Regel 3: the winner is the driver with fastest lap time
Regel 4: don't drink and drive
sehr ernst zu nehmen seien, da er sonst unseren event abbrechen werde (grrr...). Alle (?) hörten sehr gespannt zu und begaben sich dann wieder an die Bar für das nächste Bier.
Als sich dann die ersten 3 Fahrer die Helme aufsetzten, in die Karts einstiegen und aus den Startboxen losfuhren, verliessen auch die letzten den Töggeli- oder Flipperkasten und wollten dieses Rennen live miterleben. Röbu verfolgte die Rundenzeiten am Computer und sie wurden immer besser (danke Röbu). Kisu sen. wurde vor Rennbeginn als Favorit gehandelt, konnte aber leider nicht überzeugen. Münger legte glänzende Rundenzeiten vor, die von niemandem mehr überboten werden konnten (war gratulieren!). Münger hat diesen Sieg verdient, hat er doch zwei Mal hervorragende, aber nicht ganz ungefährliche Überholmanöver riskiert, bei der zum Glück unser Deutscher wohl gerade seine Aufmerksamkeit dem Bierausschank widmete!
Hier noch die definitive Rangliste mit den Zeiten:
| Thomas Münger | 31.06 |
| Daniel Stamm | 31.20 |
| Kisu sen. | 31.89 |
| Stefan Michlig | 31.95 |
| Sascha Lottenbach | 32.10 |
| Bruno Streit | 32.44 |
| Thömu Kissling | 32.67 |
| Daniel Bohnenblust | 32.69 |
| Hans-Peter Allemann | 32.71 |
| Sandro Longoni | 32.73 |
| Stefan Michel | 32.97 |
| Roberto Longoni | 33.07 |
| Guido Mühlemann | 33.16 |
| Dänel Streit | 33.32 |
| Cedu Luyet | 35.47 |
| Michael Müller | 35.50 |
| Simon Beer | 40.11 |
Unser Bierman, selbst ein angefressener Kartfahrer, erzählte uns dann wie man einen Kart zu fahren habe: linker Fuss befestigen (so dass man nicht mehr bremsen kann) und sich dann im Sitz und um die Kurve schmiegen. Einige Chiubigigle wollten diese hilfreichen (?) Tips gleich in die Tat umsetzen, aber nur einer (Sile) konnte seine Zeit verbessern, die wir aber leider aus Fairnessgründen nicht in die Bewertung aufnehmen konnten (sorry Sile).
However, irgendwie war das ganze eine recht feucht-fröhliche Angelegenheit und der Sieger wurde gebührlich gefeiert (oder?). Da ich wohl einer der wenigen war, die zum ersten Mal überhaupt in einem Kart sassen, war ich doch recht erstaunt, wie viel Spass dieses harte Sitzen und Schütteln macht, ne tolle Sache!
Wir leerten unser Bier und unser nächster Treffpunkt war das Mazot (1. Stock) an der Front. Wie ich da feststellen musste, hatten sich hier einige Chiubigigle bereits aus dem Staub gemacht (scha(n)de!)
Im Mazot erwartete ich einen Saal wie zu unseren Gründerzeiten (Nydeggstübli), was auch so war, nur dass scheinbar noch einige andere Gäste mit uns mitfeiern wollten (oder mussten). Ob wir wohl langsam stadtbekannt werden?
Was dann geschah war echt amüsant, aber bestimmt auch auf den nicht mehr ganz fahrtauglichen (ab 0.8 Promille, gäu Röbu!) Zustand zurückzuführen. Eigentlich war Fondue bestellt, aber scheinbar schien das niemand zu wissen oder zu interessieren, so hörte man dann Raclette, Fondue, Rösti... Und nach 10-minütigem Blabla nahmen dann doch fast alle ein Fondue, schön! Die charmante Servierdüse bestätigte dann, das von uns gewünschte Supplement, zur Freude der Hungrigen. Es wurde gegessen, gelacht, getrunken, oder umgekehrt und früher oder später war wohl kein Auge mehr trocken.
Zwei Frauen, am Ende unsere Tisches sitzend, die wohl ein ruhiges Tête-à-tête geplant hatten, wurden dann in unser Feiern eingegliedert und teilten unsere Freude - schön, dass sie unsere guten Seiten erkannt haben.
Wir verliessen dann das immer noch (be)stehende Lokal, tranken ein Bierli draussen und wir (alle?) begaben uns Richtung Unifescht. Dort ging die Party weiter. Wer dann noch weiss, was das alles geschah, hat seine Trinkfestigkeit bewiesen oder einfach zu wenig getrunken.
Das Resumé nach 12 Stunden ausgiebigen Lebens und Erlebens mit den BCG ist und bleibt einzigartig. Es ist immer eine Party, bei der es sich lohnt, dabeizusein. No ä härzleche Dank a Röbu u a Säne, die das Event ermöglicht hei, gracias. Auso, uf ä gueti Zyt, prost!