Iichüblete 2000 / 2. Hauptversammlung

(von Peschééé Streit)

Der 15. Januar war wieder einmal ein ganz besonderer Tag im Leben eines Bärner Chiugigigus. Die Iichüblete 2000 und gleichzeitig die 2. Hauptversammlung des VBCG war in der Agenda dick eingetragen. Die Mehrheit der Gigle fand denn auch den Weg ins Restaurant Beaulieu in der Berner Länggasse wie bereits im letzten Jahr. Nur wenige Mitglieder mussten angeblich wichtigeren Dingen nachgehen. Und dann war da noch ein gewisser Philippe Vallotton ohne Chiubigigu-Hemli, dafür mit grosser Hoffnung, an diesem Abend in den Verein aufgenommen zu werden, nachdem er bereits zu früherer Zeit das Aufnahmeverfahren mit Bravour bestanden hatte.

Da das Restaurant Beaulieu freundlicherweise für uns die Tore offenhielt, wurde nach der Begrüssung des zurücktretenden Präsidenten, Habi Allemann, zuerst das Essen serviert, um den Koch beizeiten in den Ausgang zu entlassen.

Gut unterlegt wurde dann die Sitzung eröffnet. Die Traktanden konnten flüssig durchgesprochen werden. In vielen Punkten war man sich einig, meistens wurde fast einstimmig zugestimmt und fand schnell eine Lösung bei einem Anliegen.

Der Vorstand präsentierte in sicherem Auftreten den Jahresrückblick sowie einen Ausblick für das Jahr 2000, ebenfalls wurde das Gönnerreglement vorgestellt. Die Abstimmung der Events und des Special Events lassen auf ein spannendes Jahr vorausblicken.

Ein wesentlicher Punkt der Versammlung war die Änderung im Vorstand. Der Präsident Habi Allemann, der nach knapp zweijähriger Amtszeit aus privaten Gründen abtritt, wird durch Reto Kälin - zur Zeit des Anlasses in Mexiko weilend - abgelöst. Thömu Kissling, bisher Sekretär, übernimmt den Bereich Marketing/Promotion. Während Simu Beer weiterhin seinem Amt als Redaktor treu bleibt, wird Sändu Longoni neu Kassier. Neu im Vorstand hat sich Brünu Streit als Sekretär zur Verfügung gestellt.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicher auch die Abstimmung für die Aufnahme von Philippe Vallotton in den Verein. Nach langer Zeit der Ungewissheit und enormer Anspannung bei der Abstimmung, konnte er endlich erleichtert und unter tosendem Applaus den Chiubigigu-Badge entgegennehmen. Herzlich willkommen, Vali!

Ein weiterer Höhepunkt im Saal war die Präsentation des Chiubigigu-Pokals. Von Simu Beer sorgfältig angefertigt, gibt er hoffentlich jedem Chiubigigu die Motivation und den Mut, ausserordentliches zu leisten, sei dies körperlich und/oder geistig. Ein erkorener Chiubigigu des Jahres hat nämlich die Ehre, diesen Wanderpokal ein ganzes Jahr lang in seinen eigenen vier Wänden zu bewundern.

Weiter hat sich ein Komitee von fünf Freiwilligen zur Verfügung gestellt, für die Realisierung eines eigenen Chiubigigu-Standes am Barstreet-Festival Bern im nächsten Jahr.

Wer jetzt meint, man habe nur gegessen und gelabbert, der irrt sich gewaltig. Die Mitgliederversammlung wurde nicht umsonst mit der Iichüblete 2000 auf ein Datum gesetzt, also wurde auch getrunken. Für das körperliche und geistige Wohlbefinden konnte sich nämlich jeder nach Gutdünken beim offenen Fass bedienen, um sich seine Kehle mit ein paar frischen Goldenen feucht zu halten.

Nach der Schliessung der Versammlung gab es Dessert und "Greni-Bombe" und schon bald darauf konnte es kaum noch einen auf dem Stuhle halten. Man lieferte sich gewaltige Bierdeckel-Schlachten, verletzt wurde aber niemand. Die Menge tummelte sich im Saal und der Lärmpegel war schon lange auf's Maximum angestiegen, als man langsam in Aufbruchstimmung kam. Wir begaben uns- einige schon auf wackligen Beinen - auf den Weg zum Hotel National, verzögert durch eine Harasse Bier, die da noch auf dem Tisch stand.

Die Türsteher gewährten noch nicht jedem Chiubigigu Einlass, nicht etwa wegen unsittlichem Verhalten, der Laden war angeblich einfach zu voll. Vermutlich wusste zu viele Leute von unsererm Erscheinen. Schnellentschlossen nahmen die draussen Wartenden vorerst noch im nahegelegenen Pickwick ein oder zwei Bierli ein, bevor sich später endlich alle wieder an der sogenannten Remember-Party im National zusammengesellten. Aber wer kann sich noch daran erinnern? Denn die Geschehnisse gingen allmählich zu weit auseinander, um genauer darauf eingehen zu können. Auf jeden Fall war sich jeder anwesende Nicht-Chiubigigu wieder einmal bewusst geworden, dass es in Bern einen mysteriösen Bären-Club gibt, der Aufruhr und Chaos verursacht...

An dieser Stelle will ich die Gelegenheit nicht auslassen, dem Vorstand und allen anderen Mitgliedern, die im Verein aktiv mitgewirkt haben, für das Geleistete ein grosses Lob auszusprechen. Nach eineinhalb Jahren der Abwesenheit hat man sofort festgestellt, dass betreffend VBCG etwas passiert ist, nicht nur geredet, sondern auch viel umgesetzt wurde. Ein tolles Werk ist zudem das zweimal jährlich herausgegebene Fachjournal "Dr Bärner Chiubigigu", das einem garantiert in gute Laune versetzt. Erfreulich finde ich auch, dass man nicht nur am Beizentisch oder an der Bar aktiv ist, sondern dass auch dann und wann Events wie z.B. Wanderungen mit Gipfelstürmung, Bootsfahrten mit Kenterung, Besichtigungen von z.B. Distillerien, Brauereien, Rebfeldern, Grümpelturniere mit "Pausentee", Après-Skitage usw. durchgeführt werden, ohne das andere zu vernachlässigen. Super Giglä!

So, hast du bis hier gelesen, darfst du weiterhocken.