(von Bruno Streit)
Samstag, 18 April 1998, 14:27 Uhr, Bahnhof Bern: Eine Delegation der Bärner Chiubigigle versammelt sich mehr oder weniger pünktlich am Treffpunkt.
Destination: Zürich
Motto: Es könnte auch dein letztes sein...
Wie gesagt, wir trafen uns am Bahnhof Bern, bereit zu einer neuen BCG-Aktion der Superlative. Zum Teil noch gezeichnet vom Vorabend schaffen es auch die letzten, sich noch ein Ticket für den Zug zu ergattern. Wer sich die Mühe machte, den Ärmel zurückzukrempeln und die Zeit von der Uhr zu lesen, bemerkte wohl stirnrunzelnd, was denn die schon um diese Zeit in Zürich wollen? Tja, kein Problem für BCG's.
Nachdem man sich sofort im Konferenzraum des Wagons niederliess, wurde auch gleich das erste und einzige Traktandum des Tages angeschnitten (oder besser: geöffnet!!!). Die Aktenkoffer wurden geöffnet und die ersten goldenen Regeln des Tages abgesegnet. Als kleine Erfrischung gab es Schwarztee mit Wienerwürsten.

Die Konferenz im Wagon
Nun, bald einmal ging auch hier wieder der Gesprächsstoff aus, was aber keinen daran hinderte, fröhlich weiter zu plaudern.
In Zürich angekommen posierte man sogleich zum Gruppenfoto und begrüsste die Stadt mit einen heiteren Gruss der durstigen Kohlen (Oooohhhhhh....).

Nach dem auch die letzten ihren Kompass in Richtung Niederdörfli eingestellt hatten, begaben wir uns, die Allgemeinheit unterhaltend, zu den Pforten der Bierhallen. Der Wolf war zwar voll besetzt, dies konnte aber die BCG's nicht davon abhalten, sich die nötigen Plätze zu verschaffen. Nachdem ein paar ältere Damen, ein bissiger Hund, ein Bewohner des Kleinstädtchens San Diego und wohl ein einfacher Zürcher von der Notwendigkeit unserer Anwesenheit überzeugt werden konnten, stand dem ersten Apéro nichts mehr im Wege. Der Meter wurde mehrmals nachgemessen und ein neues Mitglied wurde aufgenommen. Nach einer kurzen Teepause konnten wir unser Maskottchen begrüssen (Die Aufnahmeprüfung folgt noch...). Individuelle Gespräche erweiterten die Beziehungen mit anderen Gemeinschaften. Ach ja, und da war noa soa a Beend ous dem Eestreich. Wir ermöglichten Ihnen eine Fotosession mit den BCG's. Man muss ja auch den einfachen Leuten die Möglichkeit geben, sich zu vermarkten...

Die Zeit verstrich, der Durst konnte ein bisschen gestillt werden, der Hunger auf neue Aktionen wurde noch grösser. Ein Empfangskomitee für die zweite Welle wurde aus der ersten gebildet. Man fand sich pünktlich in der Halle des Halles ein und versuchte auf animalische Art und Weise unsere Artgenossen anzulocken. Doch der Ruf wurde nicht erwidert, da der Zug noch verspätet war. Einige Benutzer der Telefone, die mit unserer Kommunikationsart nicht zurechtkamen, bemühten sich verzweifelt, uns dies beizubringen. Die drei Nachzügler tauchten dann plötzlich doch noch für alle wahrnehmbar auf.

Und endlich wurden unsere Aktionen gewürdigt. Die Herren der Ordnung konnten sogar "Max" dazu überreden, ihr Büro zu besichtigen und ein kleines Schwätzchen zu führen. Nachdem man sich schweren Herzens trennen konnte, war es dann auch schon Zeit, sich auf den Weg ins Hallenstadion zu machen. Einigermassen gesittet und ohne grösseren Schaden wurde der Zug in Oerlikon verlassen. Der Weg zu Fuss (wenn man geradeaus ging) war dann auch nicht mehr weit. Um die Zähne nicht nur durch Spülen abzunutzen, kauften sich die letzten noch ein Mini-Vereinsmitglied, welches seine Aufnahmeprüfung im Magen als Ertrinkender absolvierte.
Dann war da ja noch die Band, die beinahe vergessen wurde. Die Bilder, die folgten, sprachen für sich. Bald einmal war genug Platz geschaffen, und unser Territorium wurde durch eine riesige Bierlache markiert. Haare und Leber wurden tüchtig shampooniert und den Schürzenjägern durch unseren Gesang (oder etwa Geschrei???) die Show gestohlen. Bald einmal hatten wir wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit, als die Leute auf der Bühne. Zu schade war das ganze so schnell vorbei, es war doch so eine tolle Stimmung.

Nach dem Konzert ging man mit Umwegen durch eine Kneipe zurück an den Bahnhof, um den letzten Zug nach Bern zu erreichen. Wiederum interessierten sich die Herren des Gesetzes für die Autogrammkarten gewisser Vorstandsmitglieder.

Wie durch ein Wunder fanden sich alle wieder in einem Wagen im Zug zurück nach Bern. Einige nützten die Zeit für ein kleines Nickerchen, andere bevorzugten den Aufenthalt im Speisewagen. Für Unterehaltung war jedenfalls gesorgt.

Was dann noch alles folgte, ist schwer noch alles niederzuschreiben. Die Aufnahmefähigkeit war zu dieser Zeit doch schon etwas getrübt, hatten doch alle sicherlich mehr als ein Bierchen getrunken. In kurzen Worten geschrieben: ISC und Halle, weitere Orte wurden (wahrscheinlich) nicht oder nicht mehr von allen aufgesucht. Details dazu können vielleicht in der Zeitung, durch Gruppentherapien oder Hypnose erfahren werden.
